Elternbriefe
Wie „Hand aufs Herz“ unserem Kind geholfen hat
Vor nicht allzu langer Zeit hätte ich Ihnen gesagt:
Mein Kind ist gesund, fröhlich, aktiv, sportlich.
Ein Kind, das lacht, sich bewegt und voller Energie ist.
Ein Kind, bei dem niemand vermutet hätte, dass mit dem Herzen etwas nicht stimmt.
Wir haben nichts gemerkt, keine eindeutigen Beschwerden, keine Schmerzen.
Kein Warnsignal, das uns hätte ahnen lassen, dass etwas nicht in Ordnung ist.
Und trotzdem hatte unser Kind einen Herzfehler.
Entdeckt wurde er nicht, weil wir gezielt danach gesucht hätten.
Entdeckt wurde er durch das Schulprojekt „Hand aufs Herz“ der Nicolas-May-Stiftung.
Ohne diese Untersuchung hätten wir von dem Herzfehler unseres Kindes nichts gewusst.
Diesen Satz muss man sich wirklich bewusst machen.
Ohne dieses Projekt wäre die Erkrankung bei unserem Kind vermutlich unentdeckt geblieben.
Denn manche Herzfehler verursachen lange Zeit kaum oder gar keine spürbaren Symptome. Kinder
wirken gesund, sind aktiv und haben dennoch bereits eine Belastung am Herzen, die niemand sieht.
Bei unserem Kind war es genau so. Es wurde ein etwa ein Euro großes Loch im Herzen entdeckt.
Ein Befund, den wir niemals vermutet hätten.Ein Befund, der gesundheitliche Folgen hätte haben können,
wenn er nicht rechtzeitig erkannt worden wäre.
Unser Kind wurde behandelt.
Der Eingriff war klein. Die Wirkung für unser Kind und für uns als Familie war riesig.
Am Tag nach der OP sah mich mein Kind mit großen Augen an und sagte:
„Mama, ich kann jetzt richtig atmen!“
Diesen Moment werde ich nie vergessen.
Denn in diesem einen Satz lag alles:
die Erleichterung,
die Dankbarkeit,
aber auch die Erkenntnis,
wie knapp wir vielleicht an etwas vorbeigegangen sind, das wir nie erkannt hätten.
Und genau deshalb schreibe ich Ihnen.
Die Nicolas-May-Stiftung tut nicht einfach nur etwas Gutes.
Sie schafft die Chance, dass Herzfehler bei Kindern früh erkannt werden, bevor etwas Schlimmeres
passiert.
Ich kann Ihnen nicht sagen, welches Kind als Nächstes betroffen sein wird.