Herzmuskelentzündung
Herzmuskelentzündung: Wie eine Myokarditis entsteht und behandelt wird
Eine Herzmuskelentzündung zeigt oft keine typischen Symptome und kann durch verschiedene
Ursachen ausgelöst werden. Ob kerngesund oder vorbelastet, jung oder älter: Eine Herzmuskelentzündung, in der Medizin Myokarditis genannt, kann jeden Menschen treffen. Die Erkrankung verläuft häufig ohne typische Symptome was die Diagnose mitunter erschwert.
Wer sich konsequent körperlich schont und die richtige Therapie erhält, hat gute Chancen, dass eine Myokarditis folgenlos ausheilt. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sie Herzrhythmusstörungen oder eine Herzschwäche auslöst und im schlimmsten Fall sogar zum plötzlichen Herztod führt.
Welche Folgen kann eine Herzmuskelentzündung haben?
Die Entzündung kann die Fähigkeit des Herzens, Blut zu pumpen, beeinträchtigen.
Eine Myokarditis kann Brustschmerzen, Kurzatmigkeit sowie unregelmäßige Herzrhythmen (Arrhythmien)
verursachen und langfristig zu einer Herzmuskel- und einer Herzschwäche führen. „ Grundsätzlich kommt es durch die Einwanderung von Entzündungszellen zu einer Entzündungsreaktion im Herzmuskel selbst.
Das heißt, es wird Gewebsflüssigkeit gebildet, ähnlich wie bei anderen Entzündungen des Körpers.
Und mittelfristig kann es zur Zerstörung von Herzmuskelzellen kommen.“
Welche Ursachen führen zu einer Herzmuskelentzündung?
Die Hauptursache sind Infektionen, in unseren Breitengraden insbesondere Virusinfektionen.
Die zweite Ursache können sogenannte Autoimmunerkrankungen sein. Die dritte mögliche Ursache für eine
Myokarditis ist eine Schädigung des Herzens durch Gifte z.B. verschiedene Medikamente die für eine
Krebsbehandlung verwendet werden.
Wie verläuft die Behandlung einer Herzmuskelentzündung?
Bei der Behandlung einer Herzmuskelentzündung sollte zunächst vor allem jede Anstrengung vermieden werden. Absolute Bettruhe ist in der Regel nicht erforderlich, entspanntes Spazierengehen beispielsweise kann durchaus guttun. Wer die körperliche Schonung zu früh beendet, riskiert einen Rückfall und möglicherweise bleibende Schäden. Unter Umständen wird das Herz mit Medikamenten wie Betablockern oder ACE Hemmern entlastet. Sie können also vorbeugen, indem Sie Ihr Herz so gesund wie möglich halten, mit allem, was wir dazu kennen. Also nicht rauchen, regelmäßig Sport treiben und aktiv bleiben, die sogenannten Risikofaktoren minimieren. Eine weitere hilfreiche Maßnahme ist es, auf einen guten Impfschutz zu achten. Damit können Sie Infektionskrankheiten wie Grippe vermeiden, die oft Ursache für eine Herzmuskelentzündung sind.
Quelle: Herz Medizin online
PDF zum Downloaden